Fahrrad-Tour zum Kloster Langwaden

Unser Tourenbericht:

Das Kloster liegt zwischen Hülchrath und Wevelinghoven auf Grevenbroicher Stadtgebiet.

Wir hatten uns um 10.00 Uhr an unserem „Treffpunkt“ in Kleinenbroich getroffen. Es hatte etwas genieselt, daher hatten sich nur sieben Mitfahrer eingefunden (drei Frauen und vier Männer). Weil eine Wetterbesserung zu erwarten war, beschlossen wir, unsere Fahrt zu starten.

Wir fuhren Richtung Schlich, Nikolauskloster und hinter Damm hatte der Himmel ein Einsehen mit uns und klarte auf. Die Sonne kam heraus und begleitete uns den ganzen Tag bis zu unserer Rückkehr. Vielleicht hatte irgendeiner seine Finger im Spiel, weil wir ein Kloster als Ziel hatten.

Die Vorbereitung der Tour lag in den erfahrenen Händen von Wolfgang Roß und führte uns durch die Felder unserer näheren Umgebung Richtung Glehn, Schlich, Nikolauskloster. Danach fuhren wir durch Damm Richtung Kapellen. In Kapellen legten wir eine Pause ein und tranken unseren Kaffee, Capuccino o.ä. Über Wevelinghoven erreichten wir gegen 12.15 Uhr das Kloster. In weiser Voraussicht hatte der Verein einen Tisch zum Mittagessen reserviert. Das Restaurant war sehr gut besucht und die Speisekarte kann man als ausgezeichnet für ein Kloster bezeichnen. Jeder fand etwas nach seinem Geschmack und war mit der Zubereitung sehr zufrieden. Zum Essen probierten die meisten das Klosterbier und waren der Meinung, dass die Mönche Ahnung vom Braugeschäft haben müssen.

Für 14.00 Uhr war eine Führung durch das Kloster vorgesehen. Ein Pater des Klosters (insgesamt bilden neun Patres das Konvent) erwartete uns und berichtete einiges über die Geschichte des Klosters. Er zeigte uns Räumlichkeiten, die normalen Besuchern verschlossen sind. Darüber hinaus gab er einen Einblick in das Leben eines Zisterziensers. Wir waren sehr angetan und lauschten aufmerksam seinen Ausführungen. Die Führung dauerte bis gegen 15.30 Uhr.

Danach machten wir uns auf den Heimweg. Über Helpenstein, Raketenstation (Minkel) erreichten wir wieder über ausgezeichnete Wirtschaftswege Damm. Allgemeine Meinung war, dass wir im Nikolauskloster eine Tasse Kaffee und ein Stück selbstgemachten Kuchen zu uns nehmen wollten, das haben wir dann auch gemacht. Während der Kaffeepause sprachen wir auch über den Verlauf unserer Tagestour. Die Tourteilnehmer waren mit dem Verlauf sehr zufrieden und baten den Verein, auch weiterhin solche Fahrten anzubieten. Die beiden begleitenden Vorstandsmitglieder des Vereins (Wolfgang Roß und Horst Ripphahn) freuten sich über die positive Resonanz und wollen auch weiterhin solche Touren, die eine Strecke von ca. 45 km aufweisen, planen und anbieten.

Zufrieden mit dem Tag machten wir uns dann vom Nikolauskloster auf den Heimweg.

Etwas Historisches:

 

1171 Gründung eines Prämonstratenserinnenklosters.

1693 kompletter Neubau des Klosters.

Um 1800 Aufhebung des Kosters durch die Franzosen.

1802 Verkauf an Nicolas de Maison und Umbau zum Schloss.

1913 Die Grafenfamilie Nesselrode wird Eigentümer der Gebäude.

1939 Ab diesem Zeitpunkt Nutzung als Arbeitslager durch die Nationalsozialisten. Nach dem Krieg Nutzung als Notunterkunft für Flüchtlinge.

1961 Abschluss eines Erbpachtvertrages zwischen dem Zisterzienserorden und Graf Nesselrode.

1964 Beginn als Zisterzienserkloster. Zisterzienser aus dem Kloster Osegg in Nordböhmen suchten und fanden eine neue Heimat.

1970 Einweihung des Gästehauses.

1986 Einweihung der neu erstellten Klausur.

2004 Selbstständigkeit des neuen Priorats Langwaden; Pater Bruno Robeck wird Prior (bis heute).

2012/2013 weitere Renovierungsmaßnahmen.

Aktuell ist Bertram Graf von Nesselrode stellv. Bürgermeister der Stadt Grevenbroich.

Termin