Lohengrin

Lohengrin

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner -

„Graf Telramund beschuldigt Elsa von Brabant, ihren Bruder Gottfried ermordet zu haben, um nach dem Tod des Vaters selbst Herrscherin des Landes zu werden. König Heinrich I. ordnet ein Gottesgericht an: Ein Zweikampf zwischen Telramund – der ebenfalls die Krone Brabants für sich beansprucht – und einem Vertreter Elsas soll über deren Schuld oder Unschuld entscheiden.

Da erscheint ein geheimnisvoller Schwanenritter, der sich dem Kampf stellen und dafür Elsa zur Ehefrau bekommen will. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, vor allem, als der unbekannte Ritter Graf Telramund besiegt und ihre Hochzeit Elsas Glück vollkommen macht … Wäre da nicht das berühmt gewordene Verbot des Ritters, ihn nie nach seinem Namen und seiner Herkunft zu fragen: „Nie sollst du mich befragen.“ In der Hochzeitsnacht bricht Elsa, durch die Einflüsterungen von Telramunds Frau Ortrud misstrauisch geworden, ihr Versprechen und stellt die verbotene Frage. Der Ritter gibt sich als Lohengrin, Sohn des Gralshüters Parzival und ebenfalls Gralsritter, zu erkennen und ist auf immer für Elsa verloren.

Der märchenhafte Stoff vom Schwanenritter und der Jungfrau von Brabant, den Wagner – aus verschiedenen Quellen gespeist – zu einem dreiaktigen Textbuch verarbeitet hat, ist gleichnishaft auch heute noch hochaktuell. Die berühmte Geschichte schildert den Kampf um Macht, archaische und domestizierte Formen von Spiritualität, zwischenmenschliches Vertrauen, die Gier nach Gewissheit und Transparenz und die Sehnsucht nach Erlösung.

Wagners letzte Oper im herkömmlich romantischen Stil, bevor er sich der Konzeption und Umsetzung seines Musikdramas widmete, das im Ring des Nibelungen münden sollte, wurde 1850 in Weimar unter der Leitung von Franz Liszt uraufgeführt. Richard Wagner selbst, der sich wegen seiner Teilnahme an der 1848er Revolution im Schweizer Exil aufhalten musste, konnte ihren Erfolg nur aus der Ferne beobachten und Lohengrin erst elf Jahre später erstmals erleben.

 

Fotos © Matthias Stutte
Texte und  Videos © Theater Krefeld und Mönchengladbach

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