Kriminalität zum Nachteil älterer Menschen

Jochen Hilgers

Referent: Kriminalhauptkommissar Jochen Hilgers, Polizei Rhein-Kreis Neuss, Ansprechpartner in Sachen Sicherheit für Seniorinnen und Senioren sowie Opferschutz

Landesweit registriert die Polizei vermehrt Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Neben den bekannt gewordenen Fällen muss von einem hohen Dunkelfeld ausgegangen werden. "SäM" nennen die Kriminalisten diese Delikte, bei denen die Täter eine Vielzahl an unterschiedlichsten Begehungsweisen anwenden. Dabei haben die Delinquenten stets dasselbe Ziel: Die Erlangung des Geldes oder anderer Wertgegenstände ihrer betagten Opfer.

So rufen vermehrt betrügerische Anrufer, die häufig im Ausland sitzen, ihre Opfer unter irgendeinem Vorwand an, versuchen Vertrauen aufzubauen und veranlassen teilweise erst nach mehreren Telefonaten die Abholung der Beute bei den Senioren. Die Anrufer sind keineswegs zu unterschätzen: Sie sind in Gesprächsführung gut geschult und wirken überzeugend. Zeigen sich die Angerufenen kritisch, üben die Täter mitunter massiv Druck aus und drohen mit „Konsequenzen“ wie zum Beispiel einer Strafanzeige, wenn das Opfer nicht zahlen will. Die Szenarien, die die Täter entwickeln, sind ganz unterschiedlich.

Welche Maschen derzeit am häufigsten angewandt werden und wie man sich schützen und verhalten soll, erläutert uns Kriminalhauptkommissar Jochen Hilgers. Dabei wird er uns u.a. zu folgenden Fragen Antworten gegeben:
Wie ist mein Verhalten in besonderen Situationen, wenn von mir Hilfe erwartet wird?
Wie ist mein Verhalten gegenüber Fremden vor meinem Haus oder vor meiner Wohnung?
Wie ist mein Verhalten im Umgang mit meinem Telefon  bei bestimmten Anrufen, zum Beispiel Enkeltrick, Gewinnbenachrichtigung und Lottospiel?
Wie ist mein Verhalten im Umgang mit der Telefonnummer 110 der Polizei?

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9:00 - 11:00 Uhr